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Bild: Symbolfoto    
Die heilige Taufe - ein österliches Zeichen
In der Taufe kommt die tiefe Verbindung von Gott und Mensch zum Ausdruck. Sie ist das sichtbare Zeichen dafür, dass wir uns Kinder Gottes nennen dürfen.

Taufe als heiliges Zeichen
„Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“ lautet die Taufformel beim Übergießen des Täuflings mit Weihwasser. Das ist oft ein sehr feierlicher und rührender Augenblick, vor allem für die Eltern, Paten und Großeltern. In diesem heiligen Zeichen der Taufe, dazu gehören auch die Salbung mit Chrisam, das Entzünden der Taufkerze, das Taufkleid und eine Schriftlesung, liegt sehr viel Sinn und Kraft. Sie ist eine „Neugeburt“.
Damit verbunden ist das unumstößliche Ja Gottes zu diesem kleinen Menschenkind, es wird mit göttlicher Würde ausgestattet. Ein Ja, das sich im Ja der Eltern und Paten fortsetzt und widerspiegelt. Denn auch die Eltern wollen nur das Beste für ihr Kind, wollen es beschützen und lieben ein Leben lang.

Taufe als Geschenk
Die Taufe ist grundsätzlich ein Geschenk, ich brauche keine Leistung dafür erbringen. Nicht nur weil Säuglinge das ohnehin nicht können, sondern weil sie ein Geschenk der Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes ist, auf das ich mich zeitlebens verlassen kann. In der Taufe kommt zum Ausdruck, dass unser Leben von Anfang an ein Gottesgeschenk ist. Die Eltern, Paten und Großeltern übernehmen die religiöse Erziehung, um das zu vermitteln. Spätestens bei der Firmung soll der junge Mensch über seinen Glauben Bescheid wissen und sich bewusst für diesen Glauben entscheiden.

Taufe als österliches Zeichen
Ohne die Ostererfahrung der ersten Jüngerinnen und Jünger gäbe es auch keine Taufe.
Sie haben erlebt, dass Jesus auferweckt wurde, dass der Tod nicht das Ende ist, sondern ein Neubeginn. Gott hat ihn nicht dem Tod überlassen.
Diese Verbindung von Ostern und Taufe wird in der Feier der Osternacht (Auferstehungsfeier) deutlich, in der auch das Taufwasser gesegnet wird. Dieses Wasser verwenden wir für die Taufen in unserer Kapelle und für die Weihwasserbecken in der Kirche. Jedes Mal, wenn ich mich mit dem Weihwasser bekreuzige, werde ich an meine Taufe und damit an meine Würde und Freiheit als Christ erinnert.
In vielen Wohnungen hängt ein kleiner Weihwasserbehälter. Sich am Morgen und am Abend mit Weihwasser zu bekreuzigen erinnert uns daran, dass wir in der Geborgenheit Gottes leben dürfen, egal was der Tag bringen wird oder gebracht hat.

Taufe als Auftrag
Für den erwachsenen Menschen ist mit der Taufe auch ein Auftrag verbunden, der allen Menschen ein gutes Zusammenleben ermöglicht.
In den Seligpreisungen Jesu ist dieser zusammengefasst:
Selig, die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.
Selig, die hungern und dürsten nach der Gerechtigkeit, denn sie werden gesättigt werden.
Selig die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden.
Selig, die rein sind im Herzen, denn sie werden Gott schauen.
Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Kinder Gottes genannt werden...
(Mt 5,3-12)
Man könnte auch sagen:
Überheblichkeit und Ignoranz sind Gift für eine Gesellschaft.
Ungerechtigkeit muss immer wieder aufgezeigt und beseitigt werden.
Unbarmherzigkeit darf sich nicht durchsetzen.
Herzensbildung ist eine wichtige Lebensaufgabe.
Gewalt provoziert immer Gegengewalt und führt selten zu einem friedlichen Miteinander.
In diesem Sinne wünsche ich allen Getauften ein frohes Osterfest und allen, die einer anderen Religion angehören den Segen des barmherzigen Gottes.

Ihr Diakon Andreas Hasibeder, Pfarrleiter
 
Impuls vom 27.02.2018
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Verlautbarungen
Verlautbarungen Woche 51
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