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Ansprache    
Unterschiedliche Zugänge zur Gottesmutter Maria


Heute feiern wir das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel.
Unsere Zugänge zur Gottesmutter Maria, wie sie im Laufe der Geschichte genannt wurde, sind sehr unterschiedlich.

Man wird eher zu den konservativen Christen gezählt, wenn man gerne Marienlieder singt, oder andere werden von einem Teil der Christen fast exkommuniziert, weil sie mit Maria nicht viel anfangen können.
Für die einen ist Maria die menschlichste und mütterliche Seite an Gott, für einen anderen die kitschigste Art an Gott zu glauben. Für die einen ist Maria Dienerin und Magd des Herrn, für den anderen das junge Mädchen, das unehelich schwanger wird und mutig und selbstbewusst sich den damaligen Wertmaßstäben entgegenstellt. Für die einen ist sie fast eine Göttin, für die anderen ist sie die neue Frau, die etwas riskiert und der dominanten Männerwelt trotzt.

Ich habe den Eindruck, dass Maria vielen Menschen näher ist als Christus oder Gott Vater. Vielleicht hängt das mit ihrer Mütterlichkeit zusammen und damit, dass man einer Mutter mehr anvertraut, an Sorgen, Ängsten und Nöten, als einem Vater?

Mein letztes Erlebnis mit Maria möchte ich ihnen kurz schildern:
Es war bei der heurigen Wallfahrt in Mariazell, einige waren ja dabei. Ich habe mich gewissenhaft auf den Gottesdienst vorbereitet, Gebete und Lieder ausgesucht und natürlich auch eine passende Predigt eingepackt.
Ich wusste ja nicht, wer den Gottesdienst leiten wird und welche Wallfahrtsgruppen noch mitfeiern werden.
In Mariazell hat das Schicksal beschlossen, meine Unterlagen nicht herauszugeben, sie waren einfach nicht greifbar und so stand ich ohne sie da.
In der Sakristei der Basilika stellte sich heraus, dass noch zwei Gruppen mitfeiern, eine aus dem Burgenland und eine aus dem 13. Bezirk in Wien, allerdings war keiner der anwesenden Priester auf die Leitung des Gottesdienstes vorbereitet.
Gut, dachte ich mir, dann müssen wir improvisieren, was bei einer Wallfahrtsmesse in der Basilika von Mariazell mit ca. 400 Gläubigen und einer Vorbereitungszeit von 10 Minuten ein gewagtes Unternehmen ist. So hatte ich mir das nicht vorgestellt.
Schließlich konnte ich einen der Priester gewinnen, den Gottesdienst zu leiten, allerdings musste ich ihm versprechen, dass er nicht predigen muss.
Das habe ich ihm versprochen und mit viel Bauchweh die Predigt übernommen, in der Hoffnung, dass all das, was ich in den Tagen zuvor zu Papier gebracht hatte, noch irgendwo in meinen grauen Gehirnwindungen vorhanden war,
und dass die Gnadenmutter von Mariazell mich dabei unterstützen wird.
Ich richtete also ein inniges Stoßgebet an Maria in meiner großen Not und siehe da, die Leute meinten nachher, schön hast du gepredigt, man hat gar nicht gemerkt, dass du keine Unterlagen hattest.
Ich bedankte mich bei Maria und meinen grauen Zellen, zündete eine Kerze an und verließ den Gnadenort.

Ich bin kein glühender Marienverehrer, aber dieses Erlebnis hat mir gezeigt, wie sich der Marienglaube im Alltag auswirken kann, er stärkt, gibt Mut und Zuversicht.

Maria hat ja viele Verehrungsfacetten, je nach Epoche und Bedürfnis der Menschen:
Einmal ist sie Himmelskönigin, also die erhabene, fast unerreichbare Mutter.
Im Magnifikat ist sie die, die alle gängigen Wertmaßstäbe auf den Kopf stellt und Reichtum, Leistung und Bürgerlichkeit nicht als die Maßstäbe Gottes erklärt.
Sie ist auch das selbstbewusste jüdische Mädchen, das in seiner Verzweiflung ganz auf Gott vertraut und mit ihrem Sohn durch die dunkelste Nacht hindurchgeht.

Am heutigen Festtag der leiblichen Aufnahme Mariens in den Himmel geht es um Maria. Aber ebenso sehr geht es um uns. Das Leben Marias auf der Erde und das Leben Marias bei Gott ist unser Leben.

Mit diesem Festtag bringen wir unseren Glauben zum Ausdruck, dass der Mensch mit seinem Körper und mit seiner Seele eins ist und er mit Körper und Seele bei Gott aufgehoben ist. Wir glauben, dass die irdische Geschichte jedes Menschen gültig bleibt und unser irdisches Leben mit all seinen Erlebnissen und Erfahrungen bei Gott einen Platz hat.

Wir glauben an die Würde unseres Körpers, der nicht ein beliebiges Aufbewahrungsinstrument für die Seele ist sondern Teil von uns, mit dem wir als freie Menschen leben können.

Wir glauben daran, dass es den Himmel als Ort gibt, an dem wir mit geliebten Menschen wieder zusammenkommen werden.

Wir können diesen Festtag vermutlich nicht endgültig verstehen, aber er lädt uns mit Maria ein, an das Geheimnis Gottes zu glauben, der für uns Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft ist.
Amen.
 

Ansprache zum 15.08.2018 von Andreas Hasibeder

 
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