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Ansprache    
Wohin schauen Sie als erstes?
Mk 12,38-44

Liebe Mitchristen!

Heute, am 11. November, ist normalerweise auch das Fest des Hl. Martin von Tours. Da es auf einen Sonntag fällt, wird es nicht ausdrücklich gefeiert. Dennoch möchte ich versuchen, eine Verbindung zwischen Martin und dem heutigen Evangelium herzustellen.
Wohin schauen sie bei einem Menschen als erstes?
Auf die Schuhe, die Kleidung, die Haare, den Hut, auf das Gesicht, sein Auto, oder die Geldtasche?
Wohin zieht es ihre Aufmerksamkeit beim Gegenüber? Haben sie darauf schon einmal geachtet? Sie werden vielleicht sagen, das kommt darauf an, ob es ein Mann oder eine Frau ist!
Natürlich, aber ich vermute, es ist ihnen gar nicht bewusst, weil man auch normalerweise nicht darauf achtet.
Wohin schaue ich bei einem Menschen, beim Partner, Kollegen, Freund, Freundin – davon wird auch meine Beurteilung und Wertschätzung abhängen.

Jesus gibt uns heute einen „heißen Tipp“, was das Hinschauen, die Einschätzung und Beurteilung anderer betrifft.

„Nehmt euch in acht vor den Schriftgelehrten!
Sie gehen gern in langen Gewändern umher,
lieben es, wenn man sie auf den Straßen und Plätzen grüßt, und sie wollen in der Synagoge die vordersten Sitze und bei jedem Festmahl die Ehrenplätze haben.“

die Schriftgelehrten waren ein beeindruckender Anblick, in ihren schönen Sabbatkleidern. Ein faltenreicher Überwurf mit kostbaren Fäden und Quasten, wodurch gleich der Rang des Trägers sichtbar wurde.
Ein Blickfang würde man heute sagen. Getragen zum Gebet, bei der Rechtssprechung und beim Lösen von Gelübden. Also auch eine übliche und anerkannte Amtskleidung.
Aber Jesus meint – nehmt euch in acht, lasst euch von der äußeren Erscheinung und dem Gehabe nicht täuschen.
Schaut genauer hin. Sie bringen die Witwen um ihre Häuser – sind also ungerecht und unsozial.
Sie verrichten in ihrer Scheinheiligkeit lange Gebete. Sind also unredlich und oberflächlich, was man hinter dem schönen Gewand nicht vermuten würde.

Ganz anders der Hl. Martin. Die berühmteste Legende berichtet, dass er seinen Mantel mit einem Bettler am Stadttor von Amiens teilte. Er achtet nicht auf Ansehen und Status des Menschen gegenüber, im Gegenteil. Der zerlumpte Bettler fällt ihm auf, sticht ihm ins Auge, zieht seine Aufmerksamkeit auf sich. Ihm wendet er sich zu, als Offizier des Kaisers hätte er ihn über den Haufen reiten können. Aber er, schon mit 10 Jahren wurde er getauft und christlich erzogen, sieht in dem Bettler einen hilfsbedürftigen Menschen.
In der folgenden Nacht, so die Legende, erschien ihm dann Christus mit dem Mantelstück bekleidet: er war es, der Martin als Bettler gegenübergestanden hatte.

Jesus überrascht im Evangelium mit ungewöhnlicher Deutlichkeit den Schriftgelehrten gegenüber und man spürt förmlich seine Emotionen hinter diesen Aussagen.
Er klagt die Schriftgelehrten an:
was macht ihr aus unserer Religion, aus unserem Glauben an Jahwe, den Gott der Gerechtigkeit, der Liebe und des Friedens, den Gott der Armen und Unterdrückten?
So legt er all seine Kraft in diese Warnung vor der Scheinheiligkeit der Gelehrten und damit vor jeglicher Scheinheiligkeit des Glaubens, weil es ihm um das grundsätzliche Gottesbild geht. Gott ist nicht der Oberflächliche, Scheinheilige, der sich mit den Mächtigen verbündet, der die besten Plätze beansprucht und dem Äußerlichkeiten wichtig sind. Er ist vielmehr der, der dahinter schaut, der in die Augen der Menschen schaut und damit in das Herz, in die Seele der Menschen.

Martin war offensichtlich so ein Mensch.
Martin beeindruckte das Volk durch sein asketisches Leben, seine Fürsorge für die Nöte der Armen und seine Wundertaten. 371/372 wurde er auf Drängen des Volkes Bischof von Tours, trotz Vorbehalten seitens des Klerus, gegen das Votum anderer Bischöfe und angeblich gegen seinen Willen. Die Legende berichtet, er habe sich in einem Stall versteckt, um der Wahl zu entgehen, doch hätten ihn die Gänse durch ihr Schnattern verraten. Der volkstümliche Brauch der Martinsgans, die man vielerorts zum Martinsfest verzehrt, rührt wohl von dieser Geschichte her. Eine andere Überlieferung berichtet: als Martin als Bischof predigte, wurde er durch eine Schar schnatternder Gänse, welche in die Kirche watschelten, unterbrochen. Sie wurden gefangen genommen und zu einer Mahlzeit verarbeitet.
Beim Volk war Martin beliebt als ein gerechter, treusorgender Bischof. Seine Lebensweise blieb asketisch: er lebte zuerst in einer Zelle an der Kathedrale, 375 gründete er eine Kolonie an der Loire nahe Tours, daraus entwickelte sich das Kloster Maursmünster / Marmoutier, das zu einem bedeutenden religiösen Zentrum wurde. Hier lebten unter Martins Leitung 80 Mönche ohne persönliches Eigentum, mit dem Verbot von Kauf und Verkauf, angewiesen allein auf Spenden; Handarbeit außer dem Schreiben war untersagt, es gab eine tägliche gemeinsame Mahlzeit, gemeinsames Gebet, strenge Klausur und keine Verbindung zum Klerus der Kathredrale. Die Gemeinschaft wurde Zentrum der Mission in Gallien. (siehe: heiligenlexikon.de)

Wir müssen nicht gleich ein asketisches Leben führen und unseren Besitz verschenken.
Wir sollen den Menschen in die Augen schauen und uns nicht von Äußerlichkeiten blenden lassen.
Auch das Opfer der armen Witwe soll das noch einmal verdeutlichen. Nicht wer viel gibt ist automatisch gut. Die Witwe, die nur zwei kleine Münzen hergibt (vermutlich ein ganzer Tageslohn) hat in den Augen Gottes mehr gegeben, als alle Reichen zusammen, obwohl es von Außen nicht so aussieht.

Liebe Mitchristen, wohin schauen sie, als Mann, als Frau, bei einem Menschen als erstes? Die Kleidung, die Schuhe, die Haare, das Auto, oder in seine und ihre Augen? Auf seine Bedürftigkeit, auf sein Herz?
Amen.
 

Ansprache zum 11.11.2018 von Andreas Hasibeder

 
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