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Predigt    
Elisabethsonntag
Mk 13,24-32

Liebe Mitchristen!

Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

Himmel und Erde werden vergehen.
Eigentlich wissen wir es, dass die Welt nicht ewig bestehen bleiben wird. Außerdem wissen wir, dass WIR auf dieser Welt vergehen werden.
Alles Leben wird eines Tages enden, wird ausgelöscht.
Gerade jetzt in unserer Zeit wird es mehr und mehr vorstellbar, dass die Erde tatsächlich vergehen kann. Wissenschaftler mahnen, sorgsamer und sparsamer mit den Ressourcen umzugehen und den Kontinent nicht so auszubeuten wie wir es tun, ansonsten wird es bald knapp mit Rohstoffen, Wasser und Nahrung. Sicherheitsbeauftragte warnen vor Terroranschlägen und einem zerstörerischen Gegeneinander.
Es ist schlecht um unsere Erde bestellt und die Aussichten sind nicht so rosig.

Aber, der Satz aus dem Evangelium ist nicht zu Ende, da folgt noch ein zweiter Teil: Meine Worte werden nicht vergehen.

Jesu Worte haben Bestand. Jesu Worte bleiben, weil auch Jesus alle Zeit überdauert. Durch seine Auferstehung hat er die Vergänglichkeit überwunden. Jesus lebt. Ihm gehört die Zukunft. Was Jesus sagt gilt heute und morgen und übermorgen.

Jesus hat durch sein Leben und seine Hingabe für uns einen Bund mit uns geschlossen.
Dieser Bund, den wir durch unsere Taufe mitbezeugt haben gilt auf immer. Wir sind im Buch verzeichnet. Seine Zusage gilt auf immer und ewig. Über unseren Tod hinaus. Seine Liebe ist keine Liebe auf Zeit. Sein Wort bleibt.

Und was sind Seine Worte?
Jesus findet klare Worte für seine Jüngerinnen und Jünger:

Da gibt es warnende Worte: Die Sonne wird sich verfinstern und der Mond wird nicht mehr scheinen.
Da gibt es mahnende Worte: Seid wachsam, seht euch vor.
Da gibt es Worte, die ein Auftrag für uns sind: Lernt etwas, ihr sollt erkennen.

In anderen Bibelstellen gibt es tröstende Worte, Worte der Hoffnung und Worte der Liebe.

Wir hören seine Worte, wir lesen seine Worte in der Bibel.
Berührt es uns? Hat es Auswirkungen auf unser tägliches Leben?

Wir finden in der Bibel Antworten auf alle Fragen unseres Lebens.

Warum tun wir uns so schwer, seinen Worten in unserem Alltag Glauben zu schenken und darauf vertrauen, dass seine Worte unser Leben reicher, bunter und glücklicher machen?
Warum vertrauen wir eher den falschen Heilsversprechen der Werbung, den kurzfristigen Zusagen von Politikern und dem Zeitgeist von Medien und Unterhaltung?

Ja, wir beuten unseren Planeten aus. Ja, wir gehen schlecht um mit seiner Schöpfung.
Ja, wir beuten auch andere Menschen aus und bereichern uns auf deren Kosten.

Die täglichen Anforderungen an uns sind mehr geworden, sind vielschichtig und vielfältig.
Die Arbeit fordert uns enorm, unsere Umwelt hat Erwartungen an uns, wir haben Erwartungen an unser eigenes Leben. Wir wollen weiterkommen und was leisten.

Das macht es dem Geist Gottes nicht leicht, zu uns durchzudringen. Da haben es Seine Worte schwer bis zu unseren Ohren und erst recht bis zu unserem Herzen zu kommen.

Wir wissen zwar, dass die wirklich wichtigen Dinge nichts mit Konsum, Genuss und Wohlstandsleben zu tun haben, aber trotzdem lassen wir zu, dass die falschen Dinge unser Leben bestimmen.

Wir arbeiten viel, hängen uns rein, das ist auch gut so und wichtig; aber hinterfragen wir auch manchmal wie weit die Arbeit unser Leben bestimmt. Wie viel Platz das Geld verdienen in unserem Leben einnimmt?

In der Freizeit sind wir aktiv, treiben Sport, interessieren wir uns für Kultur und alles Mögliche.
Haben wir in unserer arbeitsfreien Zeit noch Zeit für einander, für unsere Frau, unserem Mann, unseren Kindern?
Reden wir mit Ihnen? Setzen wir uns gemeinsam zum Tisch und sehen wir uns in die Augen?
Wir haben Fernsehen, Internet, Whats app und sind immer online. Bleibt noch Zeit zur Muße, zum Inne halten, zum Verweilen?

Und nicht zuletzt die Frage an uns als Christen:

Haben wir Zeit für Gott?
Treten wir mit ihm in Beziehung? Beziehung braucht Pflege. Beziehung braucht Zeit.
So wie eine Partnerschaft, eine Ehe nicht gelingen kann, wenn sich beide Teile nicht dafür Zeit nehmen, so kann auch unser Christ sein nicht gelingen, wenn wir uns – als ein Teil der Gottesbeziehung nicht Zeit nehmen für den anderen und etwas für die Beziehung tun.

Gott ist da, er ist bereit, dass ich mich auf ihn einlasse.

Was kann ich tun?
Beten – das Gebet ist unsere Verbindung zu Gott.
Dabei ist es nicht wichtig was ich sage, wie ich es formuliere. Wichtig ist einzig und allein, dass ich mir Zeit nehme, still werde, in mich hinein horche und geduldig bin.
Dass ich meinem Gott anvertraue was mich bewegt, dass ich meinem Gott sage, für was ich dankbar bin, was mich belastet, vor was ich Angst habe.
Nur wenn ich mir Zeit nehme, hin horche, werde ich Gott erfahren.

Im Evangelium hat es geheißen: Er wird die Engel aussenden und die von ihm Auserwählten zusammenführen.
Wir sind auserwählt!
Oder in der Lesung hat es geheißen „doch dein Volk wird gerettet, jeder, der im Buch verzeichnet ist.
Wir sind im Buch verzeichnet!

Dadurch aber, dass wir auserwählt sind, dass wir im Buch verzeichnet sind haben wir auch eine Verpflichtung unserem Gott gegenüber.
Wir haben die Verpflichtung seine Worte, seine Botschaft in die Welt hinauszutragen.

Dann können wir nicht mehr so tun, als ob wir nicht wüssten was wichtig ist und worum es geht. Da können wir uns nicht aus der Verantwortung stehlen und sagen, das geht mich nichts an. Da können wir nicht tatenlos zusehen, wenn Unrecht geschieht und wenn es unseren Mitmenschen schlecht geht.

Jesus hat Stellung bezogen. Immer wieder. Er ist eingetreten für die Schwachen, für die Rechtlosen, für Arme und Kranke.
Sollen nicht auch wir manchmal klar Stellung beziehen. Müssen nicht auch wir manchmal unsere Wohlfühlzone verlassen und nicht nur zuschauen, sondern uns einsetzen?

Es scheint, als ob unsere Welt derzeit einen Rückschritt erlebt.
Die Welt – auch hier in Österreich scheint kälter zu werden.
In den Medien liest man wieder Worte wie Nationalstolz, Fremdenhass, Antisemitismus, Mauerbau, Abschottung und „Wir zuerst-Parolen“.

Bis wann darf man zuschauen? Ab wann muss man Stellung beziehen? Ab wann muss man aufstehen und sich einsetzen?

Ich denke da an unsere Mitmenschen, die aus fremden Ländern zu uns kommen in der Hoffnung auf ein besseres Leben.

Ich denke da an die Menschen, die bei uns, mitten unter uns, an den Rand gedrängt werden, durch Armut, Arbeitslosigkeit, psychische Erkrankung und Behinderung.

Ich denke da an die alten Menschen, die in unseren Altenheimen leben und kaum mehr Besuch bekommen und von niemandem mehr wahrgenommen werden.

Ich denke da an Menschen mit einer sogenannten „rechten Gesinnung“, die ohne Widerspruch Dummheiten und verachtende Worte sagen können.

Bis wann darf man zuschauen? Ab wann muss man Stellung beziehen? Ab wann muss man aufstehen und sich einsetzen?


Aber, was können wir schon tun? Was können wir schon ausrichten gegen die Missstände, gegen Unrecht und für eine gerechter Welt?

Frere Roger Schutz, der Gründer der Mönchsgemeinde in Taize hat folgendes dazu gesagt:
Wenn man sich die großen Probleme auf der Welt so ansieht, dann ist man leicht versucht zu sagen: Was kann ICH da schon tun? Aber wir alle können „mehr als nichts“ tun.
Und weiter schreibt Roger Schutz:
Niemand von uns ist vollkommen und auch mein Christsein ist mangelhaft. Und doch habe ich einiges vom Evangelium erfasst und kann es in die Tat umsetzen. Und darüber darf ich mich dankbar freuen. Denn wenn es auch nur wenig ist, was ich Gutes tun kann, so ist dies sicher mehr als nichts. Über dieses „mehr“ darf ich froh sein, und es soll mich ermutigen, auf dem Weg der Nachfolge weiter zu gehen.
Ich möchte diese Sätze von Roger Schutz als Anstoß für den heutigen Elisabethsonntag an Sie weitergeben.
Jedes Tun, jedes Wort und jede Geste in Gottes Namen und in Gottes Auftrag ist MEHR ALS NICHTS.
Amen.

Helga Wieser, Mitarbeiterin im FA Caritas und verantwortlich für den "Elisabethsonntag"
 

Predigt zum 18.11.2018 von Helga Wieser

 
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03.01.2019 08:00
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04.01.2019 00:00
Dreikönigsaktion

05.01.2019 00:00
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3. Adventsonntag Gottesdienst mit Kinderkirche

18.12.2018 06:30
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Verlautbarungen
Verlautbarungen Woche 51
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