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Etwas Neues ist im Kommen
Lk 21,25-28.34-36

1. Adventsonntag, zur Einführung des neuen Lektionars

Etwas Neues ist im Kommen. ln den Wochen vor Weihnachten werden wir nicht nur an den ersten "Advent" erinnert, an das Kommen Jesu Christi als Kind in Betlehem, sondern wir schauen auch auf den 2. Advent voraus - auf sein Wieder-Kommen am Ende der Zeit.

Die heutige Erste Lesung spricht von einer Heilszeit, die kommen wird, die Rettung, Gerechtigkeit und Friede verspricht.
Laut dem heutigen Evangelium geht dieses Kommen, diese endgültige Heilszeit, mit erschreckenden Zeichen einher.
Etwas Neues kommt - das meint eine Zeit der Veränderung - Veränderung geht nie ohne Geburtswehen vor sich - altbekannte Strukturen, liebgewonnene Gewohnheiten werden gewissermaßen zerstört oder aufgebrochen.
Wir erleben das derzeit auch in unserer Kirche, viel wird überlegt, geplant, verändert, weil die Zeit eine andere geworden ist und damit die Notwendigkeiten in Kirche und Pastoral.
z.B. die Erlaubnis zur Spendung der Taufe für PfarrassistentInnen und wenn notwendig auch für PastoralassistentInnen in den Pfarren.

Aber das Neue kann auch Angst machen und bedrohlich wirken. lm Evangelium sind es machtvolle, furchterregende Zeichen. Doch sie sind nicht das Eigentliche - sie sind nur Anzeichen des entscheidenden Geschehens: Anzeichen für das erwartete Kommen des Menschensohns, für die Heilszeit. ,,Dann richtet euch auf und erhebt eure Häupter; denn eure Erlösung ist nahe." Die Botschaft ist klar: Habt keine Angst vor den Geburtswehen, keine Angst vor Veränderungen - erst die Veränderung ermöglicht das Leben, ermöglicht die Heilszeit. So ist es, oder kann es auch im eigenen Leben sein.

Nicht nur sprechen die Texte von etwas Neuem und von Veränderung, sie sind auch in ihrem Wortlaut verändert und neu. Sie sind Teil der revidierten Einheitsübersetzung, die ab heute im Gottesdienst gelesen wird.
Auch diese Veränderung wird vielleicht nicht ohne Geburtswehen vor sich gehen. Manche vertrauten Formulierungen wurden im Blick auf die Treue zur Originalsprache verändert.
Manche werden an die veränderten Sprachgewohnheiten heute angepasst.
Und auch hier ist die Veränderung notwendig, damit die Texte lebendig bleiben.
Bibelübersetzungen sind immer auch Hilfen zum Über-Setzen - sie sind Brücken, Verstehenshilfen, die uns das Hören erleichtern. Ein
,,Update" dieser Übersetzungen ist immer wieder notwendig, um das, was damals gemeint war, heute verständlich zu machen. Nicht um das Frühere abzuschaffen, sondern damit das Wort Gottes lebendig bleibt und von den ZuhörerInnen gut aufgenommen werden kann.
Wir haben uns an viele Texte gewöhnt. Nun entsteht ein Bruch mit diesen Hörgewohnheiten. Das führt zu Vorfreude, Neugier, manchmal aber auch zu Verunsicherung und Ängsten. In jedem Fall kann es aber zu einer erhöhten Aufmerksamkeit gegenüber dem Wort Gottes führen. Die Veränderung kann
dabei helfen, dass wir dem Wort Gottes wieder neu und neugierig zuhören können.

Was ist nun wirklich anders in der neuen Übersetzung und im neuen Lektionar?
In den heutigen Texten finden wir zwei wichtige Veränderungen:
1)Wo wir in der Ersten Lesung gehört haben: ,,Man wird ihm den Namen geben: Der Herr ist unsere Gerechtigkeit", hörte man früher: ,,Jahwe ist unsere Gerechtigkeit", und damit den Gottesnamen.
Das wird insgesamt eine Veränderung der Hörgewohnheiten sein. In der alten Einheitsübersetzung wurde der Gottesname (hebr.: JHWH) manchmal mit ,,Herr" und manchmal mit ,,Jahwe" wiedergegeben.
In der neuen Einheitsübersetzung wird das nun zu ,,HERR" vereinheitlicht, geschrieben in Kapitälchen, damit auf einen Blick erkennbar ist, wo der Gottesname vorkommt. Den Gottesnamen durch ,,Herr" zu ersetzen, hat eine lange Tradition. Schon die älteste griechische Bibelübersetzung, die Septuaginta, schreibt ,,Kyrios" (Herr), und auch die lateinische Bibelübersetzung des Hieronymus ersetzt den Gottesnamen konsequent durch ,,Dominus" (Herr). Gleichzeitig war immer klar, dass dieses Wort nur ein Ersatz für den Gottesnamen sein soll, den man aus Ehrfurcht nicht (mehr) aussprach.
Die Ersetzung durch ,,HERR" heißt aber nicht, dass wir den Gottesnamen verlieren - ganz im Gegenteil:
Wird der Gottesname ständig ausgesprochen, wirkt er zu gewohnt, allzu bekannt und vertraut, als könnten wir seiner habhaft werden, fixiert in 4 Buchstaben.
Durch die Wiedergabe mit ,,HERR", deutlich in Kapitälchen geschrieben, werden wir auf etwas Anderes hingewiesen, etwas, das hinter diesen Buchstaben steht: Die Zusage eines Gottes, der seinen (geheimnisvollen) Namen J-H-W-H, als Erfahrung des Da- und Mit-Seins beschreibt: ,,lch bin, der ich bin", ,,lch bin, der ich (für euch) da bin und sein werde". Die Neuerung kann also ein Anstoß dazu sein, neu über das Wesen Gottes nachzudenken, der nie in nur einem Begriff fassbar ist.

2) Eine weitere Neuerung ist in der Lesung aus dem 1. Thessalonicherbrief hörbar geworden: Anstelle von ,,Brüdern", werden nun ,,Brüder und Schwestern" angesprochen. Das ist nicht einfach einem modernen Wunsch nach der Gleichberechtigung von Frauen und Männern geschuldet, sondern entspricht dem ursprünglichen Sprachgebrauch: das griechische Wort „adelphoi“ bedeutet zwar wörtlich ,,Brüder", kann sich aber auch auf Gruppen von Männern und Frauen beziehen und ist damit sinngemäß mit ,,Brüder und Schwestern" zu übersetzen. Die Neuerung macht deutlich, dass die Botschaft
uns allen gilt, Männern und Frauen gleichermaßen.

Letztlich ist auch das Wort Gottes immer neu. Es spricht als lebendiges, immer neues Wort zu uns.
Lebendig wird es für uns auf dreierlei Weise:

1) Wenn es verkündigt und gehört wird. Wir hören das Wort Gottes in jedem Gottesdienst, es ist wichtiger Teil der Liturgie. Es liegt an uns, dieses Wort mit immer neuer Aufmerksamkeit zu hören und in uns aufzunehmen. Oft ist nur ein Wort oder ein Satz, der mich berührt.
2) Im Lesen: Gregor der Große hat gesagt: ,,Die Schrift wächst mit den Lesenden". Wer die Bibel liest, mit ungeteilter Aufmerksamkeit, wird von ihr immer neu angesprochen und berührt. Es ist ein wertvoller Dienst an der Gemeinde, wenn die Lektorinnen und Lektoren dieses Wort zuerst für andere lesen. Es ist wichtig, dass dieses Lesen im Bewusstsein geschieht, dass wir es hier mit dem Wort Gottes zu tun zu haben.
3) Doch auch im Lesen erschöpft sich das Wort noch nicht. Es kommt zum Ziel, wenn es die ,,Wege des Herrn" lehrt, wie es im heutigen (Antwort-)Psalm heißt; wenn es gelebt wird.
Wir brauchen Übersetzungen in unsere Sprache, um das Wort Gottes hören zu können. Wir brauchen sie, um es lesen zu können. Doch die wichtigste Übersetzung ist die Übersetzung ins Herz hinein, die Übersetzung ins Leben; in ein Leben, das sich von diesem Wort begeistern, motivieren und leiten lässt.
Jetzt liegt es an uns, dass wir uns vom Wort Gottes immer wieder neu berühren lassen und versuchen, es in unser Leben zu übersetzen.

Etwas Neues ist im Kommen. Etwas Neues bricht an. Möge es eine vom Wort Gottes getragene, geprägte Zeit sein. Eine Zeit, die uns neu hören, lesen und leben lehrt.
Amen.

(Quelle: Entwurf d. Österr. Liturgischen Instituts zur Begrüßung des neuen Lektionars)
 

Ansprache zum 02.12.2018 von Andreas Hasibeder

 
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