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Pfarre Wels-St.Josef

Hausgebet

Ein Vorschlag für ein Gebet am Sonntag, 03. Mai 2020

veröffenticht am 02.05.2020 17:42
Hausgebet
pixabay.com/Ulrike Leone

Liturgie 03.05.2020
Vorschlag für das Hausgebet

Die Sätzen "Schau auf dich - schau auf mich" und "So schützen wir uns" hören wir diese Tage aus allen Werbekanälen. Die Bundesregierung wirbt damit, dass jeder sowohl auf den eigenen Schutz wie auch den Schutz der Mitbürger bedacht ist und die entsprechenden Regeln einhält. Wir haben es nötig, dass wir auf einander schauen und nicht nur jeder auf sein eigenes Wohl bedacht ist. Es tut gut zu wissen, dass auch andere auf mich schauen.
Am vierten Sonntag der Osterzeit stellt Jesus sich uns als der Gute Hirte vor, der für die Seinen sorgt. Zwischen ihm und den Seinen herrscht ein besonderes Vertrauensverhältnis. Seiner Stimme können wir folgen, ihm können wir uns anvertrauen. Kennen wir seine Stimme? Hören wir seine Stimmer heraus aus dem Stimmengewirr unserer Tage?


Gebet:
Gott,
du schenkst uns die Farben des Frühlings,
die Wärme der Sonne,
den leichten Traum.
Alles wird grün.
Wir danken dir für die Hoffnung,
die unter uns wächst.
Wir danken dir für das Evangelium.
Jesus hast du uns als guten Hirten gegeben.
Er steht mit seinem Leben für uns ein.
Hilf uns, ihm zu folgen und seinem Wort zu trauen.
Das erbitten wir in der Kraft deines Geistes
heute und für die Ewigkeit.

Manfred Wussow


Psalm 23,1-6 (GL 37)
Kehrvers:
Der Herr ist mein Hirte,
nichts wird mir fehlen.

Der HERR ist mein Hirt, nichts wird mir fehlen. /
Er lässt mich lagern auf grünen Auen
und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Meine Lebenskraft bringt er zurück.
Er führt mich auf Pfaden der Gerechtigkeit, getreu seinem Namen. - Kv

Auch wenn ich gehe im finsteren Tal,
ich fürchte kein Unheil;
denn du bist bei mir,
dein Stock und dein Stab, sie trösten mich. - Kv

Du deckst mir den Tisch
vor den Augen meiner Feinde.
Du hast mein Haupt mit Öl gesalbt,
übervoll ist mein Becher. - Kv

Ja, Güte und Huld
werden mir folgen mein Leben lang
und heimkehren werde ich ins Haus des HERRN
für lange Zeiten. - Kv

Ehre sei den Vater und dem Sohne
und dem Heiligen Geiste,
wie im Anfang, so auch jetzt und allezeit
und in Ewigkeit. Amen. - Kv.


Evangelium Joh 10,1-10:
Aus dem heiligen Evangelium nach Johannes:

In jener Zeit sprach Jesus:
Amen, amen, ich sage euch:
Wer in den Schafstall nicht durch die Tür hineingeht,
sondern anderswo einsteigt,
der ist ein Dieb und ein Räuber.
Wer aber durch die Tür hineingeht,
ist der Hirt der Schafe.
Ihm öffnet der Türhüter
und die Schafe hören auf seine Stimme;
er ruft die Schafe,
die ihm gehören, einzeln beim Namen
und führt sie hinaus.
Wenn er alle seine Schafe hinausgetrieben hat,
geht er ihnen voraus und die Schafe folgen ihm;
denn sie kennen seine Stimme.
Einem Fremden aber werden sie nicht folgen,
sondern sie werden vor ihm fliehen,
weil sie die Stimme der Fremden nicht kennen.
Dieses Gleichnis erzählte ihnen Jesus;
aber sie verstanden nicht den Sinn dessen,
was er ihnen gesagt hatte.
Weiter sagte Jesus zu ihnen:
Amen, amen, ich sage euch:
Ich bin die Tür zu den Schafen.
Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Räuber;
aber die Schafe haben nicht auf sie gehört.
Ich bin die Tür;
wer durch mich hineingeht, wird gerettet werden;
er wird ein- und ausgehen und Weide finden.
Der Dieb kommt nur,
um zu stehlen, zu schlachten und zu vernichten;
ich bin gekommen, damit sie das Leben haben
und es in Fülle haben.


Gedanken zum Evangelium:
Wer braucht heute noch Hirten? In einer Zeit der Massentierhaltung sind Hirten eine Seltenheit. In manchen Gegenden gibt es sie noch. Hirten, die ihr Amt mit Leib und Seele ausüben, sind mit ihren Tieren wirklich so vertraut, wie Jesus es in seinem Vergleich beschreibt.
Jesus hebt vor allem das enge Vertrauensverhältnis zwischen Hirten und Schafen hervor. Vertrauen kann man jedoch nicht anordnen oder fordern, bestenfalls kann man es erbitten. Vertrauen kann man auch nicht erkaufen, Vertrauen muss man sich verdienen. Ein Satz wie "Du musst mir vertrauen", ist nicht mehr als ein frommer Wunsch.
Jesus gilt als der Gute Hirte, weil er sein Leben für die Seinen hingegeben hat. In der Zeit seiner Krise, als es staats- und religionspolitisch um ihn eng geworden ist, ist er nicht davongelaufen. Dem politischen Kalkül des Hohepriesters Kajaphas "es ist besser, wenn einer für das ganze Volk stirbt, als das ganze Volk geht zugrunde" hat Jesus einen neuen, ganz anderen tieferen Sinn gegeben. Aus dem politischen Abwägen ist ein freiwilliger Akt der Selbsthingabe geworden. Bildlich gesprochen wurde Jesus zum Lamm, das sich für uns opfern ließ.
Jesus beschreibt das Vertrauensverhältnis zwischen dem guten Hirten und seinen Schafen mit dem Satz: "Ich kenne die Meinen und die Meinen kennen mich". Politiker, Wissenschaftler und Wirtschaftsleute unternehmen alles Denkbare, um die Bevölkerung bestmöglich kennenzulernen und bis ins letzte Detail zu durchleuchten. Sie sammeln alle Daten, die sie über ihre Bürger einholen können, um sie in den Griff zu bekommen. Gegen diese Art des einander Kennens stellt sich bei vielen Argwohn und Misstrauen ein. Wem können wir trauen? Wem können wir vertrauen? Gefragt sind Verantwortungsträger, die es gut mit uns meinen ohne uns zu entmündigen und heimliche Nebenabsichten zu verfolgen.
Von einem guten Hirten erwarten wir aber auch eine gewisse Sachkompetenz. Er soll wissen, wo es gute Weiden gibt, gesundes Wasser, wie man sich gegen Angreifer schützt. Im übertragenen Sinn erwarten wir von einem guten Hirten, dass er weiß, wie wir gemeinsam zu einem dauerhaften guten Leben kommen, und nicht nur, wie wir zu guten Statistiken kommen.

Am vierten Sonntag der Osterzeit, dem Sonntag des Guten Hirten, beten wir jedes Jahr um gute kirchliche Hirten: um gute Priester, Seelsorgerinnen und Seelsorger, um gute Bischöfe, nicht zuletzt um gute Pfarrgemeinderäte und Mitarbeiterinnen der Kirche.
Nach welchen Kriterien werden diese ausgewählt? Wie werden sie bestellt? Die geringe Zahl an Priestern ist nur 1 Facette der Sorge um gute Hirten. Wichtiger als die Werbung um Personen, die dazu fähig und bereit sind, wäre eine gemeinsame Anstrengung aller Christen, die für die kirchlichen Aufgaben nötigen Kompetenzen zu fördern und zu stärken: wechselseitiges Vertrauen, Kommunikationsfähigkeit und Sachverstand. Je reicher diese Fähigkeiten im Volk Gottes vorhanden sind, desto leichter wird es sein, gute Hirten zu finden, die den Herausforderungen unserer Zeit gewachsen sind.


Stille...


Glaubensbekenntnis:
Wir glauben, dass Gott ein guter Hirte für uns ist.
Der sich um uns sorgt, uns führt und begleitet.
Uns vor Bösem bewahrt und uns ein Leben in Fülle verheißt.
Wir glauben, dass Jesus Christus die Tür zum Vater im Himmel ist.
Er ist für alle Menschen offen und schließt niemanden vom Heil aus,
der sich danach sehnt.
Wir glauben, dass der Heilige Geist auch heute in Menschen wirkt,
die von Gottes Reich reden und so handeln,
dass es schon jetzt in dieser Welt spürbar wird.
Wir glauben nicht für uns allein,
sondern in der Gemeinschaft der Kirche,
in der wir alle versuchen immer wieder zu erkennen,
was Gottes Wille für die Menschen in der Welt ist.

Gabi Ceric


Fürbitten:
Herr, Jesus Christus,
du bist der Gute Hirte und kennst die Sorgen und Nöte der Deinen.
Dich bitten wir:

Für alle, die in dieser Zeit verunsichert sind und sich um ihre eigene Gesundheit oder die ihrer Angehörigen Sorgen machen.
Lass sie spüren, dass sie nicht allein gelassen sind, dass viele Menschen ihre Sorgen teilen und bereit sind, ihnen zu helfen:

Für alle, die durch die Pandemie in wirtschaftliche Not gestürzt sind, die sich Sorgen um ihre persönliche wirtschaftliche Zukunft oder um die wirtschaftliche Zukunft ihres Betriebes machen:
Eröffne ihnen Wege, wie ihnen geholfen werden kann und stärke ihre Zuversicht in einen Neuanfang.

Für alle, die in der Kirche einen Hirtendienst wahrnehmen:
Schenke ihnen Freude an ihrer Berufung
und Kraft, ihre Aufgaben zu erfüllen.

Für alle Christen, die unter der geringen Zahl an Priestern, Seelsorgerinnen und Seelsorgern leiden:
Lass sie Wege finden, ihrem Glauben lebendigen Ausdruck zu geben.

Für alle Christen, die deinen Ruf noch nicht gehört haben:
Schärfe ihre Sinne, damit sie deine Stimme erkennen.

Für unsere Verstorbenen; insbesondere für unsere verstorbenen SeelsorgerInnen, Seelsorger und Priester.
Führe sie heim in die Vollendung ihres Lebens.

Herr, wir danken dir,
dass du dein Leben für uns hingegeben hast,
und uns zum Vater führst. - Amen.


Vater unser...


Zur Meditation:
Der Herr ist mein Hirt
Ich höre deine Stimme,
Mein Hirt, und allgemach,
Wenn auch in Schwachheit, klimme
Ich deinen Schritten nach.
O laß zu allen Zeiten
Mich deine Wege gehen,
Und deinem sanften Leiten
Mich niemals widerstehn.

Dein Stab und Stecken trösten
Mich, wenn Gefahr mir droht,
Du zeigest dich am größten
Mir in der größten Not.
Will mir die Kraft verschwinden
Und aller Mut entfliehn,
Weißt du doch Rat zu finden,
Mich aus der Angst zu ziehn.

Oft denk' ich: wie wird's weiter
In dieser Leidensnacht?
Da wird's auf einmal heiter,
Daß mir das Herze lacht.
Oft bin ich wie gebunden,
Und weiß nicht aus noch ein;
Und doch wird bald gefunden
Ein Ausgang aus der Pein.

Oft fühl' ich mich so traurig
In dieser argen Welt,
Die Zukunft sich so schaurig
Mir vor die Seele stellt.
Dein Wort, zum Heil beschieden,
Spricht dann mir tröstend zu,
Da geb ich mich zufrieden
Und finde in dir Ruh.

Oft machen mir der Sünden
Verborgne Wunden Gram,
Da weißt du zu verbinden,
Zu heilen wundersam.
Oft sin' ich müde nieder,
Ermatt' in meinem Lauf,
Da weckest du mich wieder,
Und richtest sanft mich auf.

Mein Hirt, mein Gnadenspender,
Zieh mich dir kräftig nach,
Ich folgte gern behender,
Allein ich bin so schwach.
O komm, mir beizuspringen,
Wenn ich nicht weiter kann,
Es wird mir wohl gelingen,
Nimmst du dich meiner an.

Vielleicht ist's nur ein Kleines,
So ist die Mühe aus,
du führst mich dann in deines
Und meines Vaters Haus;
Dann wird dein treues Leiten
Durch so viel Angst und Pein
Für alle Ewigkeiten
Mein Dank- und Loblied sein.

Karl Johann Philipp Spitta


Segen:
Wie der gute Hirte sei der Herr vor dir,
um dir den rechten Weg zu zeigen.
Wie der gute Hirte sei der Herr neben dir,
um dich auf den Arm zu nehmen
und dich zu tragen, wann du es nötig hast.
Wie der gute Hirte sei der Herr bei dir,
um dich zu verteidigen, wenn andere über dich herfallen.
Wie der gute Hirte sei der Herr unter dir,
um dich aufzufangen, wenn du fällst
oder aus dem Loch zu befreien, wenn du hineingefallen bist.
Wie der gute Hirte sei der Herr mit dir:

Es segne und behüte dich der allmächtige und gütige Gott,
der Vater, der Sohn und der Heilige Geist. Amen.

Gabi Ceric nach einer Vorlage von Sedulus Caelius, 425 - 450 n.Chr.

Zusammengestellt von Pater Hans Hütter, Redemptorist in Wien


Mag. theol. Pater Hans Hütter


Beitrag
Predigtforum, Andreas Hasibeder

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