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Bild: Matthias Lauber (Archiv)
Bischofswort zur Restaurierung des Linzer Mariendoms
Bischof Dr. Manfred Scheuer
13.07.2019
63 mal gelesen

Kirchenbauten sind Gestalt gewordener Glaube vergangener Generationen und Sprache des Glaubens. Sie prägen landauf, landab die Dörfer, Märkte und Städte. Kirchen und ihre Türme verkörpern eine soziale, spirituelle und zugleich eine ästhetische Instanz – gerade in unserer Zeit, in der eine gewisse Orientierungslosigkeit nicht zu verhehlen ist. Kirchen vermitteln allein durch ihre bauliche Präsenz – schweigend – ein stilles Wissen aus Erfahrungen und Zukunftshoffnungen. Sie faszinieren Jung und Alt, die Gebliebenen und die BesucherInnen, die Romantiker und die Modernen, die Gläubigen und die Nichtgläubigen. Wir Menschen brauchen Schonräume, Freiräume, in denen wir uns nicht gedrängt und gehetzt fühlen, in denen wir aufatmen und durchatmen können. Kirchen können im besten Sinne solche Freiräume für die Seele eröffnen. Vor 164 Jahren entschloss sich der damalige Bischof von Linz, Franz Joseph Rudigier, einen neuen Dom zu errichten. Das war ein gewagtes Unterfangen, sollte der Dom doch ausschließlich mit Spendengeldern finanziert werden, um dem festen Glauben der Menschen in Oberösterreich materiell Ausdruck zu verleihen. Das Projekt des Linzer Dombaus war in dieser Zeit das größte Bauprojekt in ganz Europa und sowohl technisch als auch logistisch eine Meisterleistung.Nach 62 Jahren Bauzeit war es tatsächlich geschafft, und der Dom konnte zu Ehren der Unbefleckten Empfängnis der Gottesmutter Maria am 29. April 1924 eingeweiht werden. Der Mariendom ist seitdem Bischofskirche, Pfarrkirche der Dompfarre sowie ein wichtiger kultureller Veranstaltungsort. Er ist aber auch eine bedeutende Sehenswürdigkeit der Stadt Linz und ein Aushängeschild für das ganze Bundesland.Der Mariendom als flächenmäßig größte Kirche Österreichs und als "Leitkirche" in Oberösterreich beeindruckt durch seine Dimensionen, durch seine architektonische Schönheit und seine besondere Atmosphäre. In einer Zeit der Veränderung und der Umbrüche und mitten im Getriebe der Großstadt vermittelt der Mariendom Beständigkeit, Verlässlichkeit und Stabilität. Gleichzeitig weist der in den Himmel ragende Turm über uns hinaus, auf etwas Größeres, letztlich auf Gott. Dieser Verweis nach oben stößt die Sehnsucht in uns an, dass es mehr als alles geben muss, dass wir mehr erwarten dürfen als das, was uns diese Welt zu bieten hat. Nun ist der Mariendom über 90 Jahre alt und es stehen umfangreiche Sanierungsmaßnahmen an; insbesondere der Turm verlangt eine Generalüberholung. Bei dieser Renovierung sind wir auch jetzt wieder auf Spendengelder angewiesen, um die Erhaltung unseres Doms gewährleisten zu können. So wie nach der Grundsteinlegung viele Kleinspenden, der sogenannte "Marienpfennig", das Bauwerk Steinreihe um Steinreihe in die Höhe wachsen ließen, so können jetzt auch mit Spenden Turmpatenschaften für einzelne Steine übernommen werden (www.turmpate.at). Es geht dabei um den Beitrag einzelner Menschen, die ihre Lebensgeschichte mit dem Dom verbinden möchten, um ihren Beitrag für die Gemeinschaft, für die Kultur, das öffentliche Leben und für den Glauben. Jede Unterstützung dieser Initiative zählt, sei sie ideell oder auch materiell. Jeder, der ein Haus instand halten muss, weiß um die Notwendigkeit von Erneuerungsarbeiten, damit das Gebäude nicht verkommt. Es ist nicht weit hergeholt, auch für den Zukunftsweg der Diözese Linz dieses Bild zu bemühen. Ich weiß, dass die Fragen, wie das Leben, die Glaubensweitergabe, die Struktur der Kirche in Hinkunft aussehen sollen, bei vielen für Verunsicherung sorgt. Jede Erneuerung braucht ein behutsames, aber auch ein auf die Zukunft Bedacht nehmendes Vorgehen. Das erfordert Mut und Tatkraft. Das erfordert ein wertschätzendes Miteinander aller Gläubigen. Das erfordert das Vertrauen auf den Heiligen Geist, der die Kirche leitet. Mit Blick auf eine lebendige Kirche der Zukunft wäre es allerdings unverantwortlich, die Hände in den Schoß zu legen und lediglich abzuwarten.Die Renovierung des Mariendoms, die Instandhaltung dieses für Kirche und Land identitätsstiftenden Bauwerks versinnbildlicht die Erneuerungsbedürftigkeit der Kirche insgesamt. Ich möchte allen bisherigen Spenderinnen und Spendern danken und all jenen, die dazu beitragen, dass unser Mariendom auch in Zukunft als ein religiös-spirituelles Zentrum der Katholischen Kirche in Oberösterreich und als Wahrzeichen unseres Landes Strahlkraft entfaltet.

Dr. Manfred Scheuer, Bischof von Linz


Dieses Bischofswort wird in unserer Pfarre in den Gottesdiensten am Samstag, 13. Juli 2019 und Sonntag, 14. Juli 2019 verlesen.

 
Weiterführende Links zum Thema
Turmparte - Pro Mariendom
Pro Mariendom
 
 
Bericht: Dr. Manfred Scheuer, Matthias Lauber
Stand: 13.07.2019 17:53 Uhr
 
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