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Predigt    
Wir sollten lernen, die eigene Blindheit zu sehen
Mk 10,46-52

Am 11. Oktober war der weltweite „Tag der Sehkraft“. Ich muss gestehen, ich habe ihn übersehen, er ist an mir unbemerkt vorüber gegangen.

Aber angesichts der Zahlen, die zu diesem Anlass veröffentlicht wurden, wird man nachdenklich. Ca. 70 Millionen Menschen sind blind und alle fünf Sekunden erblindet ein Mensch – aus Vitamin A - Mangel oder aufgrund ansteckender Krankheiten die nicht behandelt werden können, weil die nötigen Medikamente fehlen.
Es wundert mich nicht, dass diese Menschen, oft sind es die Ärmsten der Armen, nicht mehr die Kraft haben, ihre Sorgen und Wünsche hinaus zu schreien, so wie es Bartimäus gemacht hat, dessen Schrei wir heute wieder alle laut und deutlich vernommen haben.

Sicher, es klingt in unseren Ohren anstößig, wenn jemand seine Not, seinen Kummer hinausschreit. Man schreit nicht. Schon gar nicht in der Öffentlichkeit.
Aber es gibt Lebenssituationen, in denen einem nur mehr zum Schreien zumute ist: Angst, Hilflosigkeit, Ausweglosigkeit, Verzweiflung suchen ein helfendes Gegenüber.
Das Gebet kennt viele Ausdrucksformen, auch das Schreien.

Aber trotzdem, nur die Anstößigkeit des Schreiens in der Öffentlichkeit kann es nicht gewesen sein, dass viele ärgerlich wurden und ihm befahlen, oder besser übersetzt, ihn anfuhren zu schweigen. Was ist so besonderes daran, nach Jesus zu rufen? Das taten vermutlich viele Menschen.
Die schroffe Zurückweisung muss wohl in den Worten liegen, die Bartimäus verwendet hat.

Bartimäus spricht Jesus als "Sohn Davids" an. Bei Jesu Einzug in Jerusalem rufen ihm die Menschen im Evangelium des Matthäus "Hosanna dem Sohn Davids!" zu (Mt 21,9).
Diese Anrede allein ist schon anstößig genug, aber Bartimäus schreit nicht nur ein Messias Bekenntnis hinaus, sondern auch den Ruf: "Erbarme dich meiner".
Das erinnert uns an Worte, die wir in jedem Gottesdienst sprechen oder singen: "Erbarme dich", "Erbarme dich unser", "Kyrie eleison", und das war der preisende Begrüßungsruf, der ursprünglich den siegreichen Feldherren, oder sogar dem römischen Kaiser vorbehalten war.

Damit ist klar, warum die Leute ärgerlich wurden und Bartimäus befahlen zu schweigen:
Es war sein unerträgliches Glaubenszeugnis und noch dazu unüberhörbar vorgebracht.

Bei Jesu Einzug in Jerusalem werden die Menschen ihm "Hosanna dem Sohn Davids!" zurufen. Jesus befindet sich bereits auf dem Weg dorthin. Der blinde Bartimäus saß an diesem Weg und hat schon einige Kilometer vor Jerusalem klar gesehen und Jesus mit lauter Stimme als den Messias, den "Christus" bekannt und angerufen.

Vielleicht war es nur Berechnung. Vielleicht hat Bartimäus nur seine Chance gesehen, durch starke Worte Jesus zu beeindrucken.
Aber nun wurde er gerufen, er hat seinen Mantel abgelegt. Nackt und offen steht er vor Jesus. Die Stunde der Wahrheit ist gekommen.

„Was soll ich dir tun?“ fragt Jesus
Die Antwort ist klar und eindeutig: „Ich möchte wieder sehen können!“

Was wäre, wenn mich und dich diese Frage Jesu treffen würde? Was soll er mir tun? Ist mir auch so klar wie Bartimäus, wo es hapert, wo ich heilungsbedürftig, wo ich blind bin? Ist es vielleicht auch eine Blindheit im übertragenen Sinn? Blind vor Wut manchmal, blind im Erkennen anderer – ihres wahren Wesens, blind im Erkennen meiner selbst hin und wieder. Blind für das Notwendige im zwischenmenschlichen Bereich, weil mich das Getriebe des Alltäglichen blind gemacht hat?
„Geh, dein Glaube hat dir geholfen“ sagt Jesus zu dem verzweifelt schreienden Bartimäus. Wie gewaltig muss sein Glaube gewesen sein?
So ein Glaube kann heilend sein.

Liebe Mitchristen, der Weltblindentag wird uns vermutlich nicht sehr berühren, aber die eigene Blindheit die sollten wir sehen lernen und manchmal vielleicht sogar aufschreien, damit sie geheilt werden kann.
Amen.
 

Predigt zum 28.10.2018 von Andreas Hasibeder

 
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