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Predigt    
Die gelungene Halbheit loben ...
Lk 2,41-52

Wenn wir von der „Heiligen Familie“ hören, sind wir leicht versucht zu glauben, in dieser Familie muss immer alles friedlich und problemlos und harmonisch abgelaufen sein.
So ist es nicht. Auch die „heilige“ Familie hatte ihre Probleme. Das zeigt sich, wenn man die wenigen biblischen Berichte anschaut, die auf die Familie Jesu Bezug nehmen:
Vom 12- jährigen Jesus hören wir: Er haut einfach ab, auf einer Wallfahrt nach Jerusalem. (Lk 2,41ff)
Seine Eltern suchen ihn 3 Tage lang, voller Angst. „Kind, wie konntest du uns das antun?“ - Und die Antwort, die der junge Jesus gibt: „Wusstet ihr nicht, dass ich in dem sein muss, was meines Vaters ist?“ „Doch sie verstanden nicht, was er damit sagen wollte“. Ist auch schwer zu verstehen.
Oder bei der Hochzeit zu Kana. - Da sagt er zu seiner Mutter, die ihn aufmerksam macht, dass der Wein ausgeht. „Frau, was habe ich mit dir zu schaffen!“
Das klingt auch nicht gerade freundlich.
Auch später hat er keine Scheu, seine Mutter und seine Verwandten zu brüskieren. „Wer ist meine Mutter, wer sind meine Brüder und Schwestern? – Wer den Willen Gottes erfüllt ist mir Bruder und Schwester und Mutter“, erklärt er.
Dass er sich von seiner Familie losgesagt hat, dass er eigene Wege gegangen ist, das hat seine Familie nicht gleich verstanden. Ja, einmal heißt es sogar: „..seine Angehörigen machten sich auf den Weg, um ihn mit Gewalt zurückzuholen; denn sie sagten: Er ist verrückt!“ (Mk 3,21)
Also, etwas salopp gesagt: ich glaube in der „Heiligen Familie“ hing auch manchmal der „Haussegen“ schief.
Das kann uns trösten und beruhigen.
Es gibt wahrscheinlich keine Familie, die ohne Probleme ist, in der es nicht manchmal Streit gibt, Ärger und Missverständnisse – alles, was halt das Zusammenleben schwierig machen kann.

Und trotzdem: es lebt in uns diese große Sehnsucht, eine harmonische und intakte Familie zu haben.
Glaubt man den Umfragen, dann wünschen sich junge Leute nichts mehr als eine „heile“ Familie.
Nur ein frommer Wunsch?
Ich meine, ein konfliktfreies, immer perfekt verlaufendes Familienleben zu erwarten, ist eine Utopie.
Die Frage ist:
Wie kann man damit leben, dass nicht alles perfekt ist?
Was kann eine Familie so stark machen, dass sie auch einiges aushält?
Wie kann man auch selber so widerstandsfähig werden, dass man auch mit Enttäuschungen gut umgehen kann?

Eigentlich sollte ich jetzt Platz machen und Mütter und Väter zu Wort kommen lassen, oder Großmütter und Großväter erzählen lassen, wie sie versucht haben in ihren Familien gut auszukommen.
Ich glaube die meisten würden sagen:
Wir haben uns bemüht!
Wir haben uns bemüht, einander zu respektieren
und uns in unseren Eigenarten zu achten.
Wir haben uns bemüht, das, was uns selber wertvoll und wichtig ist, vorzuleben und weiterzugeben.
Seien es religiöse Werte, Grundeinstellungen, „was sich gehört“ für ein gutes Miteinander.
Wir haben uns bemüht,
mitten in einer gefährdeten, oft auch kalten Welt einen Ort der Geborgenheit und sozialen Wärme in unseren Familien erfahrbar zu machen. Auch wenn äußere Einflüsse das nicht immer leicht gemacht haben.
Wir haben uns bemüht, einander spüren zu lassen:
du bist erwünscht, du bist geschätzt. Du darfst dich bei uns zeigen, was immer auch geschehen ist.

Ich meine darum geht es und das braucht es. Wenn Eltern und Kinder ehrlich um ein gutes Miteinander bemüht sind, da ist eine Familie auf einem guten Weg.
Es wird nicht immer alles perfekt sein. Muss es auch nicht. Diese Erwartung, dass alles perfekt sein müsse – und das ist so ein Trend in unserer Zeit - ist gefährlich und schädlich.

Vor Jahren habe ich ein Wort gelesen, von einem weisen Menschen. Ein Wort, das mir sehr wichtig geworden ist.
Es ist so passend und gültig gerade in Bezug auf unsere Erwartungen an Familie, an Beziehungen, an das Zusammenleben überhaupt.
Es heißt: „Ich möchte die gelungene Halbheit loben.“
Die gelungene Halbheit loben – da ist was dran.

Ich wünsche uns allen, heute, am Fest der „Heiligen Familie“, dass wir im Blick auf unsere Familien, auf unsere Beziehungen, im Blick auf unsere Gesellschaft überhaupt, nicht immer nur das Negative sehen, das was fehlt beklagen.
Ich wünsche uns, dass wir „die vielen gelungenen Halbheiten“ sehen, uns dran freuen, sie schätzen und loben können.
Amen.
 

Predigt zum 30.12.2018 von Johann Bräuer

 
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Bildquelle: Matthias Lauber
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Verlautbarungen
Verlautbarungen Woche 13
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namenstag
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kirchenbeitrag
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